Die Quoten müssen hoch genug ausfallen, damit die
Banken künftig weniger hohe Risiken eingehen und bei der nächsten Krise nicht gleich wieder nach
Steuergeldern rufen müssen. Und das Eigenkapital muss so hart definiert werden, dass alles, was in der
Bilanz als Kernkapital aufgeführt wird, im Notfall auch wirklich zur Verfügung steht.
Egal wie hoch die Quoten ausfallen, in der nächsten Krise wird das Eigenkapital wieder knapp werden;
außer, die Banken halten in guten Zeiten einen riesigen Abstand von den Eigenkapitalgrenzen ein - was
sicher nicht zu erwarten ist.
Der Grund ist simpel: In jeder Krise verschlechtert sich die
Bonität der Bankkunden, wodurch die Bank für ihr unverändertes Vorkrisenportfolio in der Krise plötzlich
absolut mehr Eigenkapital benötigt. Daher: Höhere Eigenkapitalerfordernisse machen zwar Bankenpleiten
unwahrscheinlicher, sie verhindern aber nicht, daß Banken auch in zukünftigen Krisen zusätzliches
Eigenkapital von Staat oder Altaktionären benötigen werden.